Unser Verständnis von Inklusion
Bewusstsein bilden – Zugänge eröffnen – Teilhabe und Teilgabe für alle
Inklusion verstehen wir als den gleichberechtigten und selbstbestimmten Zugang sowie die volle Teilhabe aller Menschen am gesellschaftlichen und kirchlichen Leben. Sie betrifft alle Lebensbereiche – von Bildung und Arbeit über Gemeindeleben bis zum sozialen Alltag – und gilt unabhängig von Herkunft, Geschlecht, Behinderung, Alter, sozialer Lage, sexueller Orientierung oder religiöser Zugehörigkeit.
Unser Verständnis von Inklusion orientiert sich an den Zielen der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK).
Diese bekräftigt das Recht von Menschen mit Behinderungen auf gleichberechtigte Teilhabe, Selbstbestimmung und gesellschaftliche Mitwirkung. Inklusion ist damit keine freiwillige Zusatzaufgabe, sondern eine Frage von Rechten, Gerechtigkeit und Zugehörigkeit.
Inklusion geht über Integration hinaus
Nicht Menschen passen sich Strukturen an, sondern Strukturen werden so weiterentwickelt, dass sie der Vielfalt menschlicher Lebensrealitäten gerecht werden. Dazu gehören der systematische Abbau von Barrieren – baulicher, kommunikativer, sozialer und institutioneller Art – sowie die Schaffung verlässlicher Zugänge und Beteiligungsmöglichkeiten.
Eine inklusive Kirche fördert Barrierefreiheit, ermöglicht Mitwirkung und reflektiert eigene Ausschlussmechanismen. Sie entwickelt ihre Praxis kontinuierlich weiter, um Gemeinschaft so zu gestalten, dass Unterschiedlichkeit anerkannt wird und alle Menschen ihre Gaben und Perspektiven einbringen können.
Inklusion ist für uns daher Querschnittsaufgabe und grundlegende Haltung kirchlichen Handelns.