Sprache, die alle verstehen: Leichte und Einfache Sprache in der Kirche
Kirche lebt von Kommunikation. Wir erzählen Geschichten aus der Bibel, feiern Gottesdienste und laden zu Veranstaltungen ein. Wir beraten und begleiten Menschen. Wir informieren über Entscheidungen und diskutieren in Gremien.
Doch nicht immer ist unsere Sprache für alle Menschen verständlich.
Lange Sätze, Fremdwörter und Fachbegriffe können Barrieren sein. Das gilt auch für kirchliche Sprache. Begriffe wie Rechtfertigung, Verkündigung oder Gnade sind für viele Menschen nicht selbstverständlich verständlich. Dabei ist Verstehen eine wichtige Voraussetzung für Teilhabe.
Wer mitreden und mitentscheiden soll, muss verstehen können, worum es geht.
Wer selbst entscheiden soll, braucht verständliche Informationen.
Verständliche Sprache gehört deshalb zu einer inklusiven Kirche.
Sprache kann eine Barriere sein
Bei Barrierefreiheit denken viele Menschen zuerst an Gebäude: Gibt es Stufen? Ist ein Raum mit dem Rollstuhl erreichbar? Gibt es eine barrierefreie Toilette?
Aber auch Sprache kann Menschen den Zugang erschweren.
Menschen können bei einer Veranstaltung dabei sein und trotzdem nicht verstehen, worum es geht. Eine Internetseite kann technisch barrierefrei sein und trotzdem Texte enthalten, die schwer zu verstehen sind. Und eine Einladung erreicht ihr Ziel nicht, wenn Menschen nicht verstehen, wozu sie eingeladen werden.
Das betrifft viele Bereiche in der Kirche: Internetseiten und Gemeindebriefe, Einladungen und Formulare, Gottesdienste und Predigten, Seelsorge und Bildungsangebote. Auch Informationen und Vorlagen für kirchliche Gremien gehören dazu. Verständliche Sprache kann Zugänge öffnen.
Leichte Sprache und Einfache Sprache
Leichte Sprache und Einfache Sprache machen Informationen leichter verständlich. Trotzdem sind sie nicht dasselbe.
Leichte Sprache richtet sich besonders an Menschen mit Lernschwierigkeiten. Sie kann aber auch für andere Menschen hilfreich sein. Für Leichte Sprache gibt es verschiedene Regelwerke. Seit 2025 gibt es mit der DIN SPEC 33429 gemeinsame Empfehlungen für Deutsche Leichte Sprache.
Dabei geht es nicht nur um kurze Sätze und einfache Wörter. Auch der Aufbau eines Textes und seine Gestaltung sind wichtig. Menschen aus der Zielgruppe sollen an der Prüfung der Texte beteiligt werden.
Einfache Sprache richtet sich an eine größere Gruppe von Menschen. Sie kann zum Beispiel Menschen helfen, die Schwierigkeiten mit komplizierten Texten haben. Sie kann für Menschen hilfreich sein, die noch nicht so gut Deutsch sprechen oder wenig lesen. Und sie kann helfen, wenn ein Thema neu oder besonders kompliziert ist.
Auch für Einfache Sprache gibt es inzwischen fachliche Standards.
Welche Form passend ist, hängt deshalb von einer wichtigen Frage ab:
Für wen ist die Information bestimmt?
Verständlich heißt nicht anspruchslos
Manchmal gibt es die Sorge: Wenn wir einen Text einfacher schreiben, geht etwas von seinem Inhalt verloren.
Doch komplizierte Sprache macht einen Gedanken nicht automatisch besser oder wichtiger. Und verständliche Sprache macht einen Gedanken nicht weniger wertvoll.
Leichte oder Einfache Sprache bedeutet auch nicht, Menschen weniger zuzutrauen.
Im Gegenteil: Verständliche Informationen helfen Menschen dabei, selbst zu verstehen, zu entscheiden und zu handeln.
Das ist ein wichtiger Unterschied. Es geht nicht darum, Inhalte für bestimmte Menschen „kleiner“ zu machen. Es geht darum, Barrieren in unserer Kommunikation abzubauen.
Auch Glaube darf verständlich sein
Gerade in der Kirche verwenden wir viele besondere Wörter. Manche dieser Wörter haben eine lange Geschichte und eine wichtige Bedeutung.
Deshalb müssen wir sie nicht einfach weglassen.
Aber wir können erklären, was sie bedeuten.
· Was meinen wir mit Gnade?
· Was ist ein Segen?
· Warum feiern wir Pfingsten?
· Was meinen wir, wenn wir von Auferstehung sprechen?
Manchmal braucht es dafür andere Wörter. Manchmal hilft ein Beispiel oder ein Bild. Und manchmal stellen wir fest: Diesen komplizierten Begriff brauchen wir gar nicht.
Verständlichkeit und theologische Tiefe sind keine Gegensätze.
Im Gegenteil: Wer etwas verständlich erklären möchte, muss sich selbst sehr genau fragen: Was möchte ich eigentlich sagen? Das kann auch unserer kirchlichen Sprache guttun.
Nicht alles muss in Leichter Sprache sein
Eine inklusive Kirche braucht nicht eine einzige Sprachform für alle Menschen.
Ein theologischer Fachtext darf anders klingen als eine Einladung zum Gemeindefest. Eine Predigt ist etwas anderes als ein Formular. Und Menschen haben unterschiedliche Bedürfnisse.
Deshalb muss auch nicht jeder kirchliche Text in Leichter Sprache geschrieben werden.
Manchmal ist Einfache Sprache passend. Manchmal braucht es Leichte Sprache. Und manchmal ist es sinnvoll, dieselbe Information in verschiedenen Sprachformen anzubieten.
Entscheidend ist, dass wir nicht nur von unserer eigenen Sprache ausgehen.
Wir sollten uns fragen:
· Wen möchten wir erreichen?
· Und was brauchen diese Menschen, damit sie unsere Informationen verstehen und nutzen können?
Verstehen ermöglicht Mitbestimmung
Verständliche Sprache ist besonders wichtig, wenn Menschen mitreden, mitentscheiden und mitgestalten sollen.
Das gilt zum Beispiel für Gemeindeversammlungen, Beiräte, Kirchengemeinderäte und Synoden. Es gilt aber auch für Beteiligungsprozesse in Gemeinden und Einrichtungen.
Wer eine Vorlage nicht versteht, kann nur schwer eine eigene Meinung dazu entwickeln. Wer Informationen über eine geplante Veränderung nicht versteht, kann sich nur schwer an der Diskussion beteiligen.
Deshalb hat verständliche Sprache auch mit Macht zu tun.
· Wer versteht unsere Sprache?
· Wer kann mitreden und mitentscheiden?
· Und wer bleibt außen vor, weil unsere Kommunikation zu kompliziert ist?
Eine inklusive Kirche muss sich diese Fragen stellen.
Verständliche Sprache hilft vielen Menschen
Nicht nur Menschen mit Lernschwierigkeiten profitieren von verständlicher Sprache.
Auch Menschen, die Deutsch lernen, Menschen mit Schwierigkeiten beim Lesen oder ältere Menschen können verständliche Informationen brauchen. Und wahrscheinlich kennen viele von uns Situationen, in denen wir selbst froh über klare Informationen sind. Wenn wir uns mit einem Thema nicht auskennen, wenn wir wenig Zeit haben oder wenn uns etwas belastet, fällt es oft schwerer, komplizierte Texte zu verstehen.
Verständliche Sprache ist deshalb für viele Menschen hilfreich.
Und sie kann für einige Menschen eine wichtige Voraussetzung dafür sein, überhaupt teilhaben zu können.
Nicht für Menschen, sondern mit ihnen
Wir können uns viel Mühe geben, einen Text verständlich zu schreiben. Trotzdem wissen wir nicht automatisch, was für andere Menschen verständlich ist.
Deshalb ist es besonders bei Leichter Sprache wichtig, Menschen aus der Zielgruppe einzubeziehen.
Sie können sagen: Welches Wort ist schwierig? Wo fehlt eine Erklärung? Welcher Satz ist nicht eindeutig?
Damit verändert sich etwas Grundsätzliches.
Menschen mit Lernschwierigkeiten sind dann nicht nur die Empfänger*innen von Informationen.
Ihre Erfahrungen und ihr Wissen werden gebraucht, damit gute und verständliche Texte entstehen.
Das ist Teilhabe und Teilgabe.
Sprache kann Zugänge öffnen
Sprache kann Menschen ausschließen. Sie kann aber auch Zugänge schaffen.
Eine inklusive Kirche sollte deshalb immer wieder auf ihre eigene Sprache schauen.
Nicht alle Texte müssen gleich klingen. Nicht alle Menschen brauchen dieselbe Sprachform.
Und nicht jedes komplizierte Thema lässt sich ganz einfach erklären.
Aber wir können uns immer wieder fragen:
· Für wen sprechen oder schreiben wir?
· Was müssen Menschen wissen?
· Können sie unsere Informationen verstehen und nutzen?
· Und brauchen manche Menschen einen anderen Zugang?
Verständliche Sprache beginnt vielleicht genau dort: bei den Menschen, die wir erreichen möchten.
Text in Standardsprache: Sprache, die alle verstehen: Leichte und Einfache Sprache in der Kirche
Kirche lebt von Kommunikation. Wir erzählen biblische Geschichten, feiern Gottesdienst, laden zu Veranstaltungen ein, beraten und begleiten Menschen. Wir schreiben Gemeindebriefe und Texte für Internetseiten, diskutieren in Gremien und informieren über Entscheidungen.
Doch nicht immer ist unsere Sprache für alle Menschen verständlich.
Lange Sätze, Fremdwörter, Fachbegriffe oder abstrakte Formulierungen können zu Barrieren werden. Das gilt auch für kirchliche und theologische Sprache. Begriffe wie Rechtfertigung, Verkündigung, Gnade oder Auferstehung sind für viele Menschen nicht selbstverständlich verständlich.
Dabei ist Verstehen eine wichtige Voraussetzung für Teilhabe.
Wer mitreden und mitentscheiden soll, muss verstehen können, worum es geht. Wer selbstbestimmt handeln soll, braucht Informationen, die zugänglich und verständlich sind.
Verständliche Sprache ist deshalb mehr als eine Frage des Schreibstils. Sie gehört zu einer inklusiven Kirche.
Sprache kann Barrieren schaffen
Bei Barrierefreiheit denken wir häufig zuerst an Gebäude: Gibt es Stufen? Ist ein Raum mit dem Rollstuhl erreichbar? Gibt es eine barrierefreie Toilette?
Doch Barrieren können auch durch Sprache entstehen. In den Materialien zur Inklusion wird deshalb neben baulichen und digitalen Zugängen ausdrücklich auch Sprache als Bereich der Barrierefreiheit genannt. Menschen können körperlich anwesend sein und trotzdem ausgeschlossen werden, wenn sie Informationen, Texte oder das, was gesprochen wird, nicht verstehen können.
Das betrifft viele Bereiche kirchlichen Lebens: eine Einladung zum Gottesdienst genauso wie eine Predigt, Informationen zur Taufe, einen Brief der Kirchengemeinde oder eine Vorlage für den Kirchengemeinderat.
Verständliche Sprache kann hier Zugänge eröffnen.
Leichte Sprache und Einfache Sprache sind nicht dasselbe
Leichte und Einfache Sprache verfolgen ein ähnliches Ziel: Informationen sollen leichter verstanden werden können. Trotzdem sind sie nicht dasselbe.
Leichte Sprache wurde besonders für Menschen mit Lernschwierigkeiten entwickelt. Sie folgt klaren Empfehlungen und Regeln für Wörter, Sätze, Aufbau und Gestaltung. Ein wichtiger Grundgedanke ist außerdem die Beteiligung der Menschen, für die die Texte bestimmt sind – zum Beispiel durch die Prüfung von Texten auf Verständlichkeit.
Einfache Sprache richtet sich an eine breitere Zielgruppe. Sie kann zum Beispiel Menschen unterstützen, die Schwierigkeiten mit komplexen Texten haben, wenig Deutsch sprechen oder lesen, sich mit einem Thema noch nicht auskennen oder Informationen in einer belastenden Situation aufnehmen müssen.
Für Einfache Sprache gibt es inzwischen ebenfalls fachliche Standards. Im Mittelpunkt steht dabei die Leserschaft: Informationen sollen relevant, auffindbar, verständlich und verwendbar sein.
Welche Sprachform passend ist, hängt deshalb davon ab, wen wir erreichen möchten und was Menschen mit einer Information tun können sollen.
Verständlich heißt nicht anspruchslos
Wenn von Leichter oder Einfacher Sprache die Rede ist, begegnet uns manchmal die Sorge, Inhalte könnten dadurch zu stark vereinfacht werden. Dahinter kann unbewusst noch etwas anderes stehen: die Vorstellung, eine vereinfachte Fassung sei eine Art „kleinere“ Version des eigentlichen Textes für Menschen, denen weniger zugetraut wird. Doch darum geht es nicht.
Leichte oder Einfache Sprache bedeutet nicht, Menschen weniger zuzutrauen.
Sie bedeutet, Informationen so anzubieten, dass mehr Menschen selbst verstehen und entscheiden können.
Komplizierte Sprache macht einen Gedanken nicht automatisch anspruchsvoller. Und verständliche Sprache macht ihn nicht weniger wertvoll. Die Herausforderung besteht vielmehr darin, das Wesentliche eines Gedankens zu erkennen und so auszudrücken, dass andere Menschen Zugang dazu bekommen.
Auch Glaube darf verständlich sein
Gerade in der Kirche ist das manchmal gar nicht so einfach. Viele kirchliche Begriffe sind über Jahrhunderte gewachsen. Sie tragen Erfahrungen, Traditionen und theologische Bedeutungen in sich. Diese Begriffe einfach wegzulassen, wäre nicht immer die richtige Lösung.
Aber wir können erklären, was sie bedeuten.
Was meinen wir, wenn wir von Gnade sprechen? Was bedeutet Segen? Was feiern wir an Pfingsten? Und was bedeutet es, wenn wir sagen, dass Gott einen Menschen begleitet?
Manchmal braucht es dafür andere Wörter. Manchmal ein Beispiel, ein Bild oder eine Erklärung. Und manchmal lohnt es sich zu fragen, ob ein vertrauter kirchlicher Ausdruck tatsächlich nötig ist.
Verständlichkeit und theologische Tiefe sind keine Gegensätze.
Vielleicht fordert verständliche Sprache uns sogar dazu heraus, genauer darüber nachzudenken, was wir eigentlich sagen möchten.
Nicht alles muss in Leichter Sprache sein
Eine inklusive Kirche braucht nicht eine einzige Sprache, die für alle Menschen gleichermaßen passt. Ein theologischer Fachtext darf anders geschrieben sein als eine Einladung zum Gemeindefest. Eine Predigt stellt andere Anforderungen als ein Formular. Und ein Text in Leichter Sprache richtet sich an andere Leser*innen als ein wissenschaftlicher Beitrag.
Entscheidend ist deshalb nicht, alles in Leichter Sprache anzubieten.
Wichtiger ist die Frage:
Welche Menschen möchten wir mit diesem Angebot erreichen – und welche Sprache brauchen sie, um die Informationen verstehen und nutzen zu können?
Manchmal ist Einfache Sprache dafür ausreichend. In anderen Situationen braucht es Leichte Sprache. Und manchmal kann es sinnvoll sein, denselben Inhalt in unterschiedlichen Sprachformen anzubieten.
Verstehen ermöglicht Mitbestimmung
Besonders wichtig wird verständliche Sprache dort, wo Menschen nicht nur informiert werden, sondern mitentscheiden und mitgestalten sollen.
Das betrifft zum Beispiel Beteiligungsprozesse, Gemeindeversammlungen, Beiräte, Kirchenvorstände oder Synoden. Wer eine Vorlage nicht versteht, kann schwer eine eigene Position dazu entwickeln. Wer Informationen über Veränderungen nicht nachvollziehen kann, kann sich kaum an einer Diskussion beteiligen. Und wer eine Wahl oder Entscheidung nicht versteht, kann sein Recht auf Mitbestimmung nur eingeschränkt wahrnehmen.
Damit wird verständliche Sprache auch zu einer Frage von Macht:
Wer versteht unsere Sprache?
Wer kann mitreden?
Und wer bleibt außen vor, weil unsere Kommunikation zu kompliziert ist?
Inklusive Kirche bedeutet deshalb auch, Strukturen und Entscheidungsprozesse daraufhin zu überprüfen, ob möglichst viele Menschen tatsächlich daran teilhaben können.
Verständliche Sprache hilft vielen Menschen
Von verständlicher Sprache profitieren nicht nur Menschen mit Lernschwierigkeiten.
Auch Menschen, die Deutsch als weitere Sprache lernen, ältere Menschen, Menschen mit geringer Lesekompetenz oder Menschen, denen das Lesen aus anderen Gründen schwerfällt, können verständliche Informationen benötigen.
Und manchmal sind wir alle darauf angewiesen.
Wer gerade eine schwierige Nachricht bekommen hat, unter Zeitdruck steht oder sich mit einem vollkommen neuen Thema beschäftigt, kennt vielleicht die Erfahrung: Ein kurzer, klarer Satz kann plötzlich sehr wohltuend sein.
Einfache Sprache stellt deshalb die Menschen in den Mittelpunkt, für die eine Information bestimmt ist. Genau das ist auch ein Grundgedanke der inzwischen geltenden DIN-Normen: Nicht der Text selbst ist der Maßstab, sondern die Frage, ob die vorgesehene Leserschaft die benötigten Informationen finden, verstehen und verwenden kann.
Menschen beteiligen
Wer wissen möchte, ob ein Text verständlich ist, kann ihn natürlich selbst noch einmal lesen. Doch wir wissen nicht automatisch, was für andere Menschen verständlich ist.
Deshalb ist es besonders bei Leichter Sprache wichtig, Menschen aus der Zielgruppe einzubeziehen. Sie können sagen, welche Wörter schwierig sind, wo Erklärungen fehlen oder welche Formulierungen missverständlich sind.
Das verändert die Perspektive: Texte werden dann nicht nur für Menschen geschrieben, sondern gemeinsam mit ihnen daraufhin überprüft, ob sie tatsächlich verständlich sind.
Dieser Gedanke passt zu inklusiver Kirche insgesamt: Menschen mit Behinderungen sind nicht nur Empfänger*innen besonderer Angebote. Sie bringen ihre Erfahrungen und ihr Wissen ein und gestalten Kirche mit.
Eine Sprache, die Zugänge eröffnet
Sprache kann ausgrenzen. Sie kann aber auch Zugänge eröffnen. Die Recherche zur Inklusion bringt es auf einen grundlegenden Gedanken: Worte beeinflussen, wie wir Menschen und die Welt wahrnehmen; sie können Beziehungen schaffen, aber ebenso verletzen und ausschließen.
Inklusive Kirche braucht deshalb eine Sprache, die Menschen ernst nimmt und ihnen ermöglicht zu verstehen, worum es geht.
Das bedeutet nicht, dass alle kirchlichen Texte gleich klingen müssen. Und es bedeutet auch nicht, dass komplizierte Themen plötzlich ganz einfach werden.
Es bedeutet, immer wieder zu fragen:
· Für wen sprechen oder schreiben wir gerade?
· Was müssen Menschen wissen?
· Können sie unsere Informationen verstehen und nutzen?
· Und gibt es Menschen, für die wir einen anderen Zugang brauchen?
Vielleicht beginnt verständliche kirchliche Kommunikation genau dort: nicht bei der Frage, wie wir etwas möglichst schön oder fachlich korrekt formulieren – sondern bei den Menschen, die wir erreichen möchten.